
Kronen Zeitung
TEAMCHEF REAGIERT
Rangnick-Verlängerung? „Vereinbart, dass …“
Ralf Rangnick sieht in der Frage nach einer möglichen Verlängerung beim Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) weiter „keinen übermäßigen Zeitdruck“. Der Vertrag des 67-jährigen Deutschen als Teamchef der ÖFB-Männer läuft nach der WM im Sommer in Nordamerika aus. Beide Parteien haben Interesse daran, dass in der Sache schon vor der Endrunde Klarheit herrscht. Vor Monatsende ist laut aktuellen Aussagen aber noch mit keiner definitiven Entscheidung zu rechnen.
„Wir haben von vornherein vereinbart, dass wir da keine Wasserstandsmeldungen abgeben“, sagte Rangnick am Montag über seinen Austausch mit ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll und Geschäftsführer Bernhard Neuhold. „Die Gespräche führen wir in aller Ruhe im Hintergrund.“ In erster Linie stehe nun der kommende Lehrgang mit einem viertägigen Camp in Marbella sowie anschließenden Länderspielen in Wien gegen Ghana (27. März) und Südkorea (31. März) im Vordergrund. Rangnick: „Danach ist auch noch einmal wieder ein bisschen Zeit.“
Kornetka nur bei halbem Lehrgang dabei
Mit Lars Kornetka verliert Rangnick nach der WM in jedem Fall eine Schlüsselperson in seinem Trainerteam. Der 48-Jährige hat vergangene Woche als Chefcoach beim deutschen Zweitligisten Eintracht Braunschweig angeheuert. Dem ÖFB steht er als Co-Trainer vorerst weiterhin zur Verfügung – beim kommenden Lehrgang wie der bei Cercle Brügge als Trainer tätige Assistent Onur Cinel allerdings nur an vier Tagen. „Bei der WM sind beide die komplette Zeit dabei – vom ersten bis zum letzten Tag“, betonte Rangnick.
Der Werdegang seines engen Vertrauten Kornetka überraschte ihn nicht. Er wisse seit über einem Jahr, dass sich sein Landsmann gerne als Cheftrainer versuchen möchte. „Dafür hatte ich von vornherein vollstes Verständnis. Ich war natürlich komplett involviert“, sagte Rangnick. Zuletzt sei alles sehr schnell gegangen, weil Braunschweig Kornetka die Chance gegeben habe. Dass der Club im Kampf um den Klassenerhalt die Tätigkeit beim ÖFB weiterhin ermögliche, wertete Rangnick als „großen Vertrauensbeweis“ für Kornetka.
Rangnick: Team kann bei WM „für Aufsehen sorgen“
Mit Stefan Oesen steht Rangnick noch ein weiterer Co-Trainer voll zur Verfügung. „Wir bereiten uns so gut wie möglich auf den Lehrgang vor und versuchen dann, die Mannschaft bis zur WM in Bestform zu haben“, erklärte der Teamchef. „Hoffentlich bleiben die Spieler gesund. Ich sage immer wieder: Wenn wir alle halbwegs an Bord haben, können wir auch bei dieser WM richtig für Aufsehen sorgen und hoffentlich dann auch noch weiter kommen als bei der EURO.“
Bei der EM 2024 war im Achtelfinale gegen die Türkei Endstation (1:2 n.V.). Bei der ersten WM-Endrunde seit 1998 treffen die Österreicher in der Gruppenphase auf Jordanien (17. Juni, 6.00 Uhr MESZ), Argentinien (22. Juni, 19.00 Uhr MESZ) und Algerien (28. Juni, 4.00 Uhr MESZ). Die Partien finden in Santa Clara südlich von San Francisco, Dallas und Kansas City statt.
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